Donnerstag, 05.07.:
Irgendwie komme ich nicht richtig vorwärts, alles harzt und ich spüre, dass meine Motivation nur langsam steigt. Die Bilder zwängen sich nur mit Wiederwillen durch meinen Computer, es geht eine Ewigkeit. Ein Telefonat versichert mir, dass ich meine Bilder innert kürzester Zeit entwickeln lassen kann, in 20×30. Auch sollen meine Sonderwünsche kein Problem sein. Die Preise sind zudem moderat, was mich immer sicherer stimmt, den Termin einhalten zu können.
Entsprechend schaffe ich es, mich auf 28 Bilder zu konsentrieren, welche je zur Hälfte mein Portfolio und meine Arbeit zieren werden. 7% Ausschuss inklusive =)
Freitag, 06.07.:
Quälend schleiche ich mich aus dem warmen Bett, versuche unter der Dusche wach zu werden. Die Zeit drängt langsam, der letzte Abgabetermin ist heute bis 17 Uhr in Zürich. Eine Informantin weist mich freundlich darauf hin, dass in Aarau heute der Maienzug stattfinden wird – ein lokaler Feiertag. Nervosität macht sich breit – denn eigentlich bin ich bereits auf dem Zug mit meinen Daten. Statt dessen wird nun zu Hause vor dem Telefon gesessen und versucht den Fotoladen zu erreichen. Ihr ahnt es, dieser befindet sich in Aarau.
Um zehn gebe ich auf, suche nach neuen Möglichkeiten. Mit dem Bike radle ich zum ersten Copyshop, welcher mir per Telefon bestätigte, dass sie auch Bilder ausdrucken können. Doch wie ich vor Ort feststellen darf, hat die Dame hinter der Theke keinen Schimmer. Nächste Station der zweite Copyshop. Genauso Fehlanzeige.
Die zehn Uhr Marke liegt bereits weit hinter mir und mein Kopf brennt gerade vom Zeit rechnen. Für grosse Sprünge reichts nicht mehr, in Zürich die Fotos entwickeln und zu Hause alles aufziehen, wieder nach Zürich fahren und die Arbeit abgeben liegt einfach nicht mehr drin. Durch meine Informantin erfahre ich, dass es 10 Autominuten von mir weg noch einen Copyshop gibt, der es möglicherweise in nützlicher Frist tun könnte. Die Dame am Telefon bestätigt mir das.
Steige ich in den Zug, bin ich sicher zu spät in Zürich, mein Mini steht teilzerlegt in der Garage und draussen regnet es gerade so, dass sicher alles nass wird.
Notprogramm: Meine GFK-Kollegin überrede ich kurzerhand, mich zum Copyshop zu fahren. Gesagt, getan. Nur meint die Dame im Shop, dass sie es nicht sofort machen könne und sicher eine halbe Stunde brauchen würde, um alle Bilder kurz anzupassen. Natürlich. Ich verdrehe die Augen. Kurzerhand entschliessen wir uns, etwas zu Mittag zu essen, in der Hoffnung, dass sie es innert nützlicher Frist schafft. Noch fünf Stunden.
Kurz vor 12 dann das erleichternde Telefon. Nun bin ich im Besitz von 28 Papierkopien in Naja-Qualität. Ich habs ja selbst verbockt. Wieder zu Hause angekommen, geht das grosse Schnippseln los – Bilder aufziehen. Noch 3einhalb Stunden.
14:50 Uhr, mein Zug verlässt den Bahnhof, ich sitze drin. Zusammen mit einer Plastiktüte, zwei Mappen und einer gewissen Erleichterung. 15:45 Uhr, die Türen des Sekretariats sind verschlossen. Irgendetwas musste ja noch passieren. Wie ich herausfinde, sitzen sie in der Kaffeepause. 16:04 Uhr, meine nette Plastiktasche geht über den Tresen an eine Dame im Sekretariat.
Ich habs geschafft. Ihr glaubt nicht, wie erleichternd so was sein kann.
Ich hoffe du ahst was dabei gelernt!!!!
Normalerweise kackt einem in einer solchen Situation noch der Compi ab.
Solche Arbieten sind 24h im voraus fertig zu stellen, Fertig heisst nur noch die Reise zum Abgabetermin ist zu erledigen.
Etwas Spannung gehört doch dazu =) Auch wenns knapp war, ich bin nicht der Typ, der alles immer zig Tage im Voraus erledigt.
24h sind nicht zig Tage und die naja qualitaet haette sich dadurch auch vermeiden lassen.
Naja musst du selbst wissen, manchmal sind Dinge einfach zu wichtig um solche aktionen durch zu fuehren.
Ich hätts auch gerne eine Woche vorher fertig gehabt. Nur manchmal funktioniert das nicht. Auch wenns noch so wichtig ist.
hehe.. ich mag LOGI irgendwie nicht.