Oktober 28, 2006 2

Ausgang in der Provinz

By Strohsilo in Aus dem Leben

Da ich gestern besseres zu tun wusste, als am Bloggertreffen in Zürich teil zu nehmen, wurde mein Abend zu einer langen Nacht mit etwas unverhofften und struben Erlebnissen…

Eigentlich war das Ganze als Ausflug mit anschliessendem Nachtessen meiner ehemaligen Abteilung geplant. Und da ich mich nicht sonderlich für Paintball interessiere, habe ich den ersten Programmpunkt ausgelassen um gemütlich als Zuschauer auf meine Kosten zu kommen. Dem Geschrei entsprechend (man sah auf dem schlecht beleuchteten Platz kaum etwas) ging es heiter zu und her, die Male an Beinen und Rücken sprachen eine Geschichte für sich. Fast etwas schadenfreudig bemerkte ich für mich, wohl nichts verpasst zu haben.

Nach dem obligaten Gruppenfoto und Kriegswunden-Schau gings weiter zum Nachtessen in ein Restaurant, welches ich Banause bisher nur von aussen kannte – shame on me – schliesslich bin ich in dieser 13’000 Seelen-Gemeinde wohnhaft. Lecker Italienisch, mit hübscher Servierdüse und feinem Saltinbocca.

Geht man schon nach Hause nach dem Essen? Wohl kaum, irgendwie zog es uns in die Bar gegenüber, die ich bis gestern auch nicht kannte. Um die Stunden bis halb drei Uhr morgens kurz zu umschreiben: Helloween-dekorierte Bar, ein Ex-Chef der mindestens mit fünf Frauen Kontakt hatte, viele spassige Gestalten und auch bekannte Gesichter, ein DJ welcher wahrscheinlich seit 15 Jahren “auflegt” aber noch nie einen Übergang zu Stande gebracht hat und acht Jungs von welchen vier um zwanzig vor drei irgendwie noch diesen ominösen Provinz-Club besichtigen wollten.

Der DJ Bobo hat darin früher seine Platten gedreht – heute, nach etwa fünf Namenswechseln und ein paar mehr oder weniger erfolgreichen Jahren war ich der Meinung, dass das die Absteige schlechthin sein muss. Voreingenommen war ich also und entsprechend zurückgeschlagen hat mich der Anblick dieses Ladens: Überall Traumfänger an der Decke, ein paar selbstgehäckelte Tischtücher (kein Witz) in Neonfarben, zig leuchtende Pilze aus Pappmachee auf der Bühne…

Wo um Himmels Willen waren wir da gelandet? Eine junge Frau an den Reglern, schätzungsweise keine 18, die wild tanzte , wunderbare Übergänge mischte und die knapp 150 Leute auf der Tanzfläche mit ihren sehr kuriosen Beats beschallte, die “etwas andere” Deko, das Publikum von Dreadlocks bis zum Pantera Shirt…

Hallooo?!??

Der undefinierbaren Musik lauschend, mal tanzend, mal einfach nur die Leute beobachtend verbrachten wir, schlussendlich noch zu zweit, sehr amüsante Minuten bis um halb fünf. So etwas habe ich ja wirklich noch nie erlebt. Und das fünfhundert Meter von der Haustüre entfernt =) Hätte die Kamera doch mitnehmen sollen…

Es hat mich dann doch interessiert was das genau gewesen sein sollte und Google wusste die Antwort: Eine Goa Party in der Provinz. Goa tönt doch anders. Hm, egal. Unglaublich!

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2 Responses to “Ausgang in der Provinz”

  1. Blafasel sagt:

    Hehe… ich hatte Dir ja noch gesagt, D sollst die Kamera mitnehmen… Hätte ja zu gerne die Traumfängerdecke und die komischen Gestalten gesehen… ;-)
    Naja. Das nächste Mal vielleicht. Schliesslich wirst Du ja wahrscheinlich öfters in diesem besagten Club sein… *grins*

  2. adriana sagt:

    dan komm mal nach unterkulm wenn du eine povinz

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