Meine beiden Schwestern nennen mittlerweile einen PC ihr Eigen. Und wenn sie so mit ihren Fragen an mich treten, merke ich jedes Mal, wie gross doch der Unterschied zwischen uns ist.
Seit Jahren schon tippe ich auf diesen komischen Dingern rum, arbeite damit und lerne dauernd Neues. Sich vorzustellen ohne den ganzen Kram wie Internet, Mail, Blog und all die Dinge zu sein ist recht komisch. So vertraut ist der tägliche Gebrauch dieser “Hilfsmittel” doch geworden und damit sind sie nur schwer wieder aus dem Leben zu streichen. Ich kann mich noch erinnern, wie ich in der Schulzeit bei einem Kollegen meine ersten Gehversuche auf einem 286er machte, da gabs noch grüne Monochrombildschirme und DOS.
Meine Schwestern hingegen hat das Thema bisher kaum interessiert, sie hatten andere Interessen und lernen erst heute richtig mit diesen Geräten umzugehen, sei es weil die Kinder es wollen oder es die Arbeit verlangt. Ich als Nesthäkchen bin damit gross geworden. Entsprechend ist für mich alles logischer und damit auch einfacher.
So sind für Sie die Zusammenhänge weniger klar, der Frust falls etwas nicht klappt umso grösser und ich höre ab und an was nicht klappt. Zugegeben, ich bin auch gerne da um zu helfen. Und das soll auch so bleiben.
Meine älteste Schwester hat so erst im September Ihr Rechnerchen im Mega-Shop erstanden. Ein Fehler, wie sich später herausstellte. Mittlerweile besitzt sie den dritten Monitor und sonst noch ein paar neue Teile. Ich habe ihre Maccina diese Tage komplett neu aufgesetzt, weil gar nichts mehr ging. Die kompetenten Menschen im Shop haben ihr mit fadenscheinigen Gründen wie “man darf den Monitor nicht verschieben, das kann ihn zerstören” oder “sie haben den Rechner einfach ausgeschaltet ohne herunterzufahren, nun ist das und jenes defekt” abserviert. Nennt man das die feine Art mit Kunden umzugehen? Abgesehen davon, dass diese “Gründe” lächerlich sind, würde ich so ein Geschäft nie wieder freiwillig betreten. Ein Blick ins Innere des Rechners hätte ich besser nicht gewagt.
Es erscheint mir langsam etwas wie beim Autokauf. Man wirbt mit Preis und vielen tollen Spielsachen. Was hinter der Fassade steckt, sieht man leider kaum. So kann ich jedem nur raten, sich beim PC-Kauf an eine Person zu wenden, die Ahnung von der Materie hat.
Vielleicht sollte ich wirklich mein Wissen öffentlich anbieten.