Mag es sein, dass wir wieder mal alle Rekorde geschlagen haben, mit über 7000 Besuchern in drei Tagen und einem Umsatz, der jehnseits von gut und böse liegt – irgendwie sind die Gefühle an die vergangene Party sehr gemischt.
Die Tatsache, dass es kaum mehr eine Party in diesem Rahmen geben wird, regt zum denken an. Nach 10 Jahren stetigem Aufwärts kommt man an einen Punkt, an dem darüber entschieden wird, ob es ein “Weiter” gibt oder nicht. Viele der Hauptakteure wollen so nicht weitermachen, haben andere Prioritäten im Leben oder schlichtweg keine Lust mehr auf einen solchen Aufwand. Wer die Szenierie kennt, weiss wovon ich spreche. Es ist imposant zu sehen, was man alles für drei Partytage auf die Beine stellen kann. Mögen es viele als übertrieben angesehen haben – ich kenne nichts vergleichbares. Heutigen Veranstaltern geht es mehr ums Geld und ums Image. Und dort geht kaum jemand gratis helfen, einfach nur weil es etwas besonderes ist.
Mit der Grösse wuchsen auch die Probleme, die Schäden, der Aufwand, der Stress und die Spannungen zwischen einzelnen Personen. Klar, dass man die Strukturen eines kleinen Vereins nicht im Rahmen einer grossen Ideenfabrik weiterführen kann.
Gäste, die sich persönlich bedanken, andere die ein T-Shirt tragen mit einer ganzen Liste Danksagungen – das berührt. Der Dank gilt allen, all denen die dazu beigetragen haben, was diese Parties so speziell gemacht haben.
Mitzuerleben wie die letzten Minuten einer Party vorbeiziehen, viele schon jahrelang bekannte Gesichter auf der Tanzfläche Wunderkerzen entzünden, mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu “Endless Summer” hüpfen und kreischen stimmt mich glücklich aber genauso traurig. Das Ende ist gegenwärtig, die Zukunft ungewiss.

Nach weiteren acht Stunden Abräumen war mir das Bett näher als alles andere – ganz nach dem Motto unserer Shirts: “Eleven-Fertig”.
Aus, vorbei. Nur eins ist sicher: Es kann so nicht enden. Ein “Weiter” muss her, in welcher Form auch immer.