März 6, 2010 2

Ein Sofortbild

By Strohsilo in Aus dem Leben

Dass die Tage vorbeirennen, als gäbe es kein Zurück mag ich nicht verstehen. Irgendwie meint es die Zeit gerade nicht so gut mit mir. Ich war selten so viel unterwegs wie die letzten Wochen, habe assistiertkam kaum zur Ruhe, geschweige denn konnte ich mir irgend etwas in Richtung “Belly-Off” zu Herzen nehmen. Nein, alles scheint an mir vorbeizurennen. Und die Wohnungssuche trägt den ihrigen Teil dazu bei, dass es nicht ruhiger wird.

Vielleicht sollte ich mal den ganzen Zoff mit meinen Vermietern niederschreiben, mir damit etwas Luft verschaffen und euch etwas zu lesen geben, was mich nicht minder belastet. Schon sehr bald haben wir April, eine Wohnung hätte ich auf sicher wurde mir abgesagt, jedoch störten mich immer wieder gewisse Details wie der Vertrag über zwei Jahre, oder den Verkauf der Liegenschaft auf November. Näher am Bahnhof könnte ich kaum wohnen, ruhig, relativ grosse Räume. Eine ältere Wohnung, die mit ihrem dunkelgrünen Gangboden reizt Hand anzulegen. Doch will ich mich zwei Jahre verpflichten, weiss ich was nach meiner Schule ist und wie es dann weitergeht?

Es sind so viele Dinge die herumgeistern, mich nicht zur Ruhe kommen lassen, alles gerade etwas schwieriger machen. Ich muss wohl da durch. Gerichtstermin, Papierkrieg, Arbeiten, Wohnungssuche, mühsame Vermieter und ein Projekt, welches ich eigentlich schon lange hätte anfangen wollen.

Mein Gesichtsbuch. Nächste Woche muss ich beginnen, komme was wolle. Erste Tests, Bilder aus meiner Mamiya auf Film. Krempel herumschleppen, mir ein schier unschaffbares Projekt antun. Ich will es so. Mein stierer Kopf, meine Überzeugung, mein Projekt.

Vielleicht wird alles bald etwas einfacher. Vielleicht habe ich bald mehr Zeit für alles, weniger belastende Dinge, mehr Zeit für Freunde. Wichtige Dinge des Lebens. “Belly-Off” kann warten, alles andere nicht.

Weitersagen:
  • Twitter
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • Tumblr
  • Digg
  • Technorati

2 Responses to “Ein Sofortbild”

  1. michelle sagt:

    ach ja… es kommen wieder andere zeiten – bestimmt! was würd ich ohne hoffnung tun?

  2. pictura sagt:

    Für das perfekte Foto muss alles passen, man sucht Equipment, Requisiten und ein Team zusammen, wartet – manchmal Stunden oder sogar Tage – bis das Licht stimmt. Man beobachtet genau, was wann passiert bis man den Ablauf im Schlaf kennt…

    Man nimmt sich Zeit. Und wenn alles vollkommen ist, und erst dann, drückt man den Auslöser.

Leave a Reply