Schon etwas länger, genauer gesagt eigentlich schon seit ich diese Stelle angetreten habe, arbeitet mein Gewissen gegen diese Arbeitsstelle. Warum? Nun, die Aussichten auf ein Weiterkommen sind dürftig, die sozialen Gegebenheiten erinnern manchmal eher an eine militärische Anstalt und das Verlangen nach einem Zwischenzeugnis wurde mit einer Position auf der Abschussliste beglückt.
Kurz: Heitere Aussichten.
Könnte es noch besser kommen? Doch, doch, dies scheint durchaus möglich. Da die allgemeine Lage mehr als bewölkt ist, die momentane Herausforderung eher sehr gering und die Arbeit verteilt werden muss um den Tag zu füllen, gabs heute noch einen obendrauf.
Unser Chef trommelte die Abteilung nach der Chef-Morgen-Sitzung zusammen um uns sein Herz auszuschütten. Die Tatsache, dass Stellen abgebaut werden, nimmt immer mehr Formen an. Man sah ihm an, dass es ihm schwer fällt, er sprach deutsch und deutlich von Kündigungen und auch davon, dass er sich selber umschaue.
Sicher, so fragt sich der Leser diesese Blogs, warum in aller Welt bleibt man solch einer Stelle treu, wenn man bestimmt etwas besseres haben könnte. Die Frage ist ganz einfach beantwortet: Wenn das Ziel offen, der Weg unbekannt und die Möglichkeiten begrenzt sind, so fällt der Sprung ins kalte Wasser schwer. Auch wenn ich schon länger nach einem Weg suche, den Schritt habe ich bisher noch nicht geschafft.
So fällt mir ab heute der Schritt noch etwas leichter, doch noch immer habe ich Skrupel und auch Angst der Arbeitslosigkeit zu verfallen.
Die noch offene Liste wird Dir ein bisschen dabei helfen Deinen Weg zu finden……