Nach den allzu grauen Novembertagen leuchtet es nun in vielen Fenstern und von den Dächern rundherum. Die Weihnachtszeit ist da. Sag man.
Mit etwas Gemeinheit könnte man fast zwischen den einzelnen Landesangehörigkeiten unterscheiden – je nach Beleuchtung. Während Herr und Frau Schweizer eher auf besinnlich leuchtende Verzierungen stehen, sind unsere ausländischen Mitbewohner vermehrt zu den bunteren Varianten hingezogen.
Zu bestaunen (oder auch nicht) gibt es vieles, von einfachen farbigen Lichtschlangen, “Merry Christmas” Leuchtschriften über schwallende blaue Lichtbäume, Nikoläuse bis hin zu den Weihnachtssterenen.
Weihnachtssterne? Nun, spätestens hier scheidet sich mein Gemüt. Denn diese Dinger sind nicht nur einen halben Meter gross und füllen fast das ganze Fenster aus, sondern sie blinken auch noch ultraschnell in den tollsten Farben.
Halbblind und mit vielen bunten Flecken in meinen Augen schliesse ich die Haustüre auf, mit dem Gedanken daran, wie man so etwas aufhängen kann… Der Gemüseladen nebenan muss die Dinger en Gros eingekauft haben, denn es leuchtet mich nicht nur einer vor meiner Haustüre, nein, das halbe Quartier ist voll von den nervösen Dingern. Ob diese Familien alle Weihnachten feiern?
Für nächstes Jahr wünsche ich mir ein Verbot der Blinksterne und einen LED-Vorhang, mit dem ich eine ganze Weihnachtsprojektion auf die Hauswand zaubern kann =) Wenn schon Kitsch, dann mit Klasse.
tönt fast so, als deine Nachbarschaft mit der meine zu wetteifern versucht…doch da haben sie bestimmt verelohren. zwar blinkt hier nicht alles, aber leuchten tut jedes haus und jeder baum…
so schlimm ist es hier definitiv nicht. aber diese sterne blenden wirklich alle paar meter…