Heute Abend war mein Kühlschrank wieder mal richtig hilfreich, als es um die Entscheidung meines Abendessens ging. Er nahm mir diese sozusagen ab – schliesslich weilte nicht mehr viel Verzehrbares in ihm.
So verwertete meine geliebte Bratpfanne die restlichen Budget-Tortellini, ein Rüebli, etwas Käse und eine gewagte Ketchupdosierung zu einem wahren Feinschmeckergericht. Wie ich daraus etwas erschaffen konnte? Nun, nachdem die Tortellini in die Pfanne sprangen und unter grosser Hitze freudig ihre Bereitschaft zum Essen signalisierten, goss ich eine halbe Tasse Wasser – angereichert mit diversen Gewürzen – unter zischenden Geräuschen in den Hexenkessel, wendete unter höllischem Dampf die kleinen Teigdinger immer und immer wieder bis sich der Nebel lichtete, bespritzte sie mit Ketchup, raffelte das feine Rüebli unter die tosende Menge der gierigen Brutzelinis, spritzte erneut Ketchupgas in die Menge und musste schlussendlich zusehen, wie sie unter der Menge des geriebenen Käses zusammenbrachen…
Was für ein Schlangensatz. Aber genausowenig konnte ich aufhören diese kleinen, gierigen, verfeinerten, rot angehauchten und käseüberzogenen Dinger in mich zu stopfen. Genausowenig verliess mich das Gefühl, dass diese feinen Dinger meinen Gaumen erfreuen könnten… Hmmmm und das bis zum letzten Stück!