April 20, 2006 4

Minitrip nach Davos

By Strohsilo in Nachdenkliches

Ohne Einladung und grosser Voranmeldung, bin ich letzten Samstag in Davos augetaucht. Tatsächlich weilten neun oder noch mehr bekannte Gesichter in diesen feinen Bergort, um die letzten Tage im Schnee zu geniessen, bevor es so richtig auf den Frühling zugeht.

Etwas überrascht traf ich den grossen Hauffen im Hotel Meierhof, wo wir gemütlichst und mit Brassbanduntermalung dinierten. Unangemeldet – angemeldet, wurde von der allseits bekannten Servicefachperson ein Stuhl am Tischende platziert. Dies mit dem Wissen, wer diesen Platz einnehmen würde.

Mit einem kürzeren Abstecher in der Ex-Bar, einer etwas komischen Begegnung und massenweise Leuten, war das Cabanna die Anlaufstelle für den Rest des Abends. Gemütlich, gemächlich und mit ein paar lustigen Fotos ging der Abend zu Ende.

Und nach einer Autofahrt durch die leeren Strassen fand ich mich gegen sechs Uhr Morgens wieder im warmen Bett.

Fazit: Ziel erreicht. Da ich wusste, dass so viele bekannte Gesichter in Davos weilten, musste ich einfach hochfahren um alle mal wieder zu sehen. So etwas mache ich gerne für Kollegen und Kolleginnen. Leider, so scheint mir, war die allgemeine Wertschätzung doch recht gering. Mag ich ein Spinner sein, ich habs gern gemacht und tus gerne um die Kollegschaften etwas zu pflegen. Aber leider scheine ich da eher ein Einzelfall zu sein, welcher kaum Nachahmer findet und somit sitze ich, ohne Initiative zu ergreifen, eher alleine zu Hause als von Kollegen besucht, welche gerne vorbeikommen.

Mag es die Bequemlichkeit sein für einige, oder das engstirnige Denken. Ich weiss es nicht. Und Einladungen mag ich keine verschicken für ein spontanes Treffen, oder einen Besuch.

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4 Responses to “Minitrip nach Davos”

  1. bluetime sagt:

    Früher (als ich noch jung war..gg) machte ich solche Trips auch, ich fuhr sogar bis nach Lugano um einfach Leute wiederzusehen, zu feiern und so.
    Und wie Du auch fuhr ich in den frühen Morgenstunden wieder heim!Oder aber ich setzte mich in Lugano in den Zug, fuhr nach Frick um meinen damaligen Amigo zu ^herzen und zu küssen (für ca.50Min) und stieg wieder ein und fuhr retour.
    Verrückte SAchen, würd ich wieder tun…..wenn da mittlerweilen nicht Kinderlein und Haus und so wären :-)

  2. Strohsilo sagt:

    Meinereiner ist bekannt für solch “unnormale” Aktionen und ich finde es auch toll, dass ich so sein kann. Auch wenn manche Leute dies überhaupt nicht verstehen.

    Was mich etwas traurig macht, ist die Tatsache, dass manchmal einfach nichts, rein gar nichts von solchen Aktionen übrig bleibt. Nur die Erinnerung. Eine Reaktion von der anderen Seite ist kaum zu erwarten. Dabei hätte ich gerne mal Besuch oder ein Telefonat dieser “Kollegschaft”.

  3. bluetime sagt:

    hmmm…versuch mal nichts oder weniger zu er-warten….du wirst sehen dass du dann weniger traurig bist! :-)

  4. Strohsilo sagt:

    Meine Erwartungen diesbezüglich habe ich schon sehr stark reduziert. Leider ist noch immer nicht viel passiert. Ich lebe ja auch damit, etwas anders zu sein, als viele Männer =)

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