Ach wie hab ich doch den Ausgang gestern genossen, bin der schwankenden Stimmung betrunkener Reitfreunde entgangen und konnte die Nacht auswärts geniessen. Die Wärme war es, welche mich um ein Uhr nachmittags weckte, mich Langschläfer, welcher manchmal der Wecker nicht aus den Träumen locken kann.
Nach kurzen Zwischenstop zu Hause, sieben Stunden Mini wiederbeleben, einer abgerissenen Schraube und einem Teil das so dami verhocket ist, dass ich es nicht auseinander kriegte, gings zum Erholen erst mal in die Wanne.
Erholen? Draussen spielt eine Kapelle vom klassischem Hudigäggelerklamauk bis zu Rivers of Babylon, in meinem Kopf schwirren tausend Gedanken und von der Bar etwas weiter weg schwirrt mir ein nz nz nz entgegen… Ja, so lässt es sich entspannen. Ganz nebenbei cruisen etwa hundert Taxis um dem Block, Teenies kreischen draussen rum und die Musik ist lauter als an einer richtigen Party.
Ihr denkt jetzt sicher, was ist denn das für eine Schwachstrombirne, der hält ja nicht mal etwas Kultur aus. Heute ist einfach nicht der Tag für Kultur – wenn man das so nennen mag. Oder trinken die Reiter auf einem Concour zwischendurch auch mal ein Bier?
Ach die Kapelle tütelt wieder, jetzt schreien auch noch die Besoffnen mehr oder weniger synchorn mit – ich sollte mir auf dem Balkon auch noch einen Schnuf davon gönnen und morgen vielleicht den Anwohner-Bon ein für ein Kafi mit Gipfeli einlösen…