April 27, 2010 0

Und da.

By Strohsilo in Aus dem Leben

Da steh ich und frag mich ein Wenig, was ich da überhaupt mache. Warum ich da bin, was ich hier verloren habe und wo das noch hinführen soll. Doch eigentlich ist das nur die Spitze des Eisbergs, nicht mal das. Vielleicht nur der Gipfel. Und weils mir so geht, wies mir geht, unternehme ich nichts. Dafür schlafe ich kaum, wälze mich in Gedanken, spinne Möglichkeiten von denen ich nicht mal weiss, ob sie auch nur ein kleines Bisschen Realität werden könnten. Es denkt weiter, immer weiter. Um die selben Dinge, die in mir herumgeistern. Die, die mich nicht das tun lassen, was ich eigentlich möchte. Es ist gefährlich, zu gefährlich. Ich riskiere viel damit. Mache mir selbst keinen Gefallen damit. Doch ich will nicht drängen. Will nicht unter Druck setzten, will dass sich die Situation so enschärft wie es eigentlich sein sollte. Nur der Gipfel des Eisbergs. Zu viel was herumgeistert und kein zu Hause hat. Zu viel, was ungeklärt herumschwirrt. Klären, sehr gern. Aber manches braucht einfach etwas mehr Zeit und manches kann ich nicht selber ändern. Ich kann nur da sein, es laufen lassen wie es kommt, sagen was ich denke. Aber ich kann es nicht ändern. Wenn ich da sein will, darf ich nicht am Boden sitzen, ich muss stehen, bereit sein dafür und etwas verändern. Wenn ich warte, passiert voraussichtlich nichts. Irgendwie bremse ich mich selber aus. Lasse Dinge an mir vorbeiziehen, auch wenn es Zeit wäre, diese anzupacken. Und ich frage mich warum ich das mache. Ob ich einfach Angst habe.

März 6, 2010 2

Ein Sofortbild

By Strohsilo in Aus dem Leben

Dass die Tage vorbeirennen, als gäbe es kein Zurück mag ich nicht verstehen. Irgendwie meint es die Zeit gerade nicht so gut mit mir. Ich war selten so viel unterwegs wie die letzten Wochen, habe assistiertkam kaum zur Ruhe, geschweige denn konnte ich mir irgend etwas in Richtung “Belly-Off” zu Herzen nehmen. Nein, alles scheint an mir vorbeizurennen. Und die Wohnungssuche trägt den ihrigen Teil dazu bei, dass es nicht ruhiger wird. Read the rest of this entry »

Januar 28, 2010 0

Belly Off 2010 – Woche 3

By Strohsilo in Aus dem Leben

Da ich mich nun auch noch vor Gericht rechtfertigen muss, zu ganz interessanten Anschuldigungen übrigens, welche der Grund sein sollen, dass mir die Wohung gekündigt wurde, gings auch diese Woche eher zäch weiter mit dem Belly Off. Dass sich mein Rücken / Nacken / Kopf noch immer nicht 100prozentig von den migräneähnlichen Schmerzen erholt hat und ich dank einer hässlichen Erkältung aussehe als würde ich kiffen, ist meine praktische Belly Off Motivation auch etwas steckengeblieben.

Jedoch habe ich herausgefunden, dass mein Arbeitsplatz eine wunderbare Spielswiese ist und sich da tagtäglich kleine 30 Sekunden-Übungen einbauen lassen. Und das meine Lieben, das ist die Motivation der Woche weiter zu machen. Ausserdem hab ich herausgefunden, dass ich mich mit ganz kleinen Schritten dazu überwinden kann Abends weniger zu essen und mich selber besser kontrollieren kann was ich wann esse. Ich möchte kein Tagebuch führen, wieviele Kalorien und Fette ich wann zu mir genommen habe oder ich noch essen darf. Damit mache ich mich selber verrückt. Aber ich finde für mich einen Weg, der es erlaubt gut, etwas gesünder und weniger zu essen um mein Gewicht kontrollieren zu können.

Und falls ich mal in Überform sein sollte, kann ich ja mit den von Chnübli empfohlenen Männerübungen beginnen. Vorher baue ich meinen Arbeitsplatz Parcour aus, mache ihn zu einem Parkour Läufchen um mich wie der Wind von einem Ende zum anderen bewegen zu können und achte mehr darauf, was ich in welchen Mengen konsumiere.

watch?v=i_mpNUl3swk

Januar 27, 2010 3

Die Post ist da

By Strohsilo in Aus dem Leben

Und eigentlich will ich dieses Couvert gar nicht öffnen. Es geht um meine Wohnung, ich weiss es.

huch

Januar 21, 2010 6

Belly Off 2010 – Woche 2

By Strohsilo in Aus dem Leben

Es beschleicht mich das Gefühl, dass dieses Projekt noch etwas in die Länge gezogen wird. Es ist nicht so, dass ich es nicht durchziehen will. Aber momentan haften so viele Dinge an mir, welche mich psychisch und physisch recht heftig belasten.

Ich bin “uliidig” meinen Mitmenschen gegenüber, ein Jammerlappen und lasse Dinge hängen, die überaus wichtig wären. Daran muss ich arbeiten, dann kommt das mit dem Belly Off von ganz alleine.

Und ihr, Fortschritte gemacht?

Januar 14, 2010 1

Belly Off 2010 – Woche 1

By Strohsilo in Aus dem Leben

Nein aber auch, was für eine Woche! Dass dieses ganze Belly-Off Gedöhns nicht von ganz alleine starten wird, war anzunehmen.  Aber dass es gerade soo harzig anläuft, wusste ich nicht. Das hätte ich mir ja nie erträumen lassen!

Nach ein paar “Gingg in Arsch”, nachfolgend nur noch GiA genannt, schaffte ich es dann auch noch, etwas mehr auf meine Esskultur zu schauen und versuchte fortan, den Kalorienumsatz wenigstens in Grenzen zu halten und meine allabendlichen Fressgelage auf ein Minimum zu reduzieren. Gegen Ende Woche hab ich das auch recht gut in den Griff bekommen.

Dass mir am Samstag Abend das nachschulische Fieber einen Strich durch die Rechnung machen sollte, damit konnte ich ja nicht rechnen. Jedenfalls war Sonntag und Montag nun gar nichts mehr mit Twelly-Belly-Off und wie sie alle heissen. Dafür habe ich meine Magendarm-Gegend so ausgiebig geleert – rein durch fehlenden Nachschub – dass ich sicher nochmal ein bis zwei Kilo verloren haben. Ob temporär oder nicht, ich habe ein kleines Bisschen abgenommen.

Nun haben wir schon wieder Mitter der Woche und ich habe mir ein neues Wochenziel erklärt. Ein Massband kaufen nämlich. Damit will ich messen, wenn der Fieberthermometer schon nicht twittern kann, dann schreibe ich wenigstens den Umfang meiner Rolle ins Web.

Und der Sport? Dafür brauch ich wohl noch einen GiA. Aber immerhin mache ich seit Dienstag mehrmals täglich ein paar Übungen um meinen Rücken am Leben zu halten. Die Schmerzen die er mir und meinem Kopf zumutet, seit ich zwei Tage das Fieberbett hütete, will ich nicht weiter ertragen. Zeit etwas zu ändern.

Januar 4, 2010 2

Nicht vergessen

By Strohsilo in Aus dem Leben

Heute startet das Belly-Off 2010.

Dezember 31, 2009 0

Ähm ja

By Strohsilo in Aus dem Leben

Da sitzen wir schon an der dritten Flasche Wein. Niemand schreibt da noch gerade Sätze und läuft in fliessenden Worten.

Ähm ja.

Dummerweise meinte das Jahr, es müsse mir noch ein paar Kleinigkeiten reinbremsen. Am letzten Tag selbstverständlich. Aus unerklärlichen Gründen meinte das Schinkli, es müsse den Teig aufbrechen, um all die schöne Marinade auslaufen zu lassen. Dass der Nüsslisalat etwas viel Salz geschluckt hatte, versüsste das Essen leider auch nicht. Beim Öffnen der ersten Weinflasche verschwand der Korken lustigerweise IN der Flasche, konnte aber durch einen künstlerischen Eingriff doch in die Freiheit katapultiert werden. Mit ihm jedoch auch der Wein, welcher längere Zeit unbemerkt alle hellen Chuchichäschtli zierte.

Ähm ja.

Das neue Shirt übrigens, welches sich genau in diesem Moment in nächster Nähe der zu öffnenden Weinflasche befand, hat nun gewisse Ähnlichkeiten mit einem Batikshirt. Sprach ich von einer Weinflasche? Ja richtig, die erste. Ungeniessbar, geht zurück. Die zweite genauso. Die 3te, günstigeres Fabrikat, langweiligere Trauben, lassen sich trinken, zergehen geradezu im Mund. Wenn man diese mit den vorhergehenden “edlen” Tröpfchen vergleicht.

4te Flasche, CinZano Asti, wohl der beste Tropfen von allen am heutigen Abend. Begleitet von Gesängen der Silvesterknalle. Von mir aus könnte man de verbieten.

Aber ja! Die 4te Flasche war wohl die Erlösung nach der ganzen Tortur, all dem Schiess des letzten Jahres, welcher sich auf die letzten Stunden des alten Jahrzehnts konsentierte. Nun ist sie offen und auch bald schon leer, aber dafür umso gesüffiger und besser als alles vorhergehende.

Willkommen im 2010. Neues Jahr, neues Jahrzehnt, vielleicht gehts genauso weiter :) Prost!

Dezember 24, 2009 0

Die alte Dame

By Strohsilo in Aus dem Leben

Der Zug wird langsamer. Ich breche mein Telefongespräch ab, verabschiede mich. Zeit meinen billigen Stauffacher-Plastiksack zu packen. Meine drei Geschenke habe ich, Kopfhörer auch.

Kurz wechsle ich ein paar letzte Worte mit meinem Gegenüber, welcher sich sehr für meine Ausbildung interessierte. Ex-Wirtschaftsstudent auf Heimreise zu Mutti und Vati. Unterwegs mit einem grossen Tramper, Laptop in Neopren, montiert,  wie wenn er den Schlafsack fürs Open-Air draufgeschnürt hätte. Ich lächle und mache mich auf den Weg zur Tür. Steige die Treppe herunter folge dem Schwall der Menschen.

Den Fuss noch nicht auf dem Bahnsteig, drängt sich eine ältere Dame in ihrer roten Jacke an mir vorbei. Sie schubst mich bei Seite, hüstelt etwas unverständliches. Ich schaue einem Wartenden ausserhalb des Zuges ins Gesicht. Er lächelt und zieht die Schultern hoch.

Genau dieser Gedanke ging mir auch durch den Kopf. Ich lächle und gehe weiter mit meiner öden Plastiktasche, gefüllt mit Dingen die das Leben verschönern.

Dezember 22, 2009 0

601km

By Strohsilo in Arbeitsalltag

Heute hatte ich ein Päckchen auf meinem Schreibtisch, welches einen faden Nachgeschmack hinterliess. Nicht dass es vor sich hin stank, nein viel schöner noch, es hat eine luxuriöse Flugreise und den Beifahrersitz eines Nachtkuriers genossen und liegt nun auf meinem Tisch.

Warum nur wusste ich, dass es wieder soweit kommen sollte? Mein Kollege meinte nur: “Nicht hirnen, arbeiten”. Irgendwie hat er ja recht.