Eins sei vorausgestellt, in diesem Blog-Eintrag geht es tatsächlich um meinen rauchenden Nachbarn und nicht – wie schon in einem vergangenen Eintrag, um etwas ganz anderes =)
Dieser Mensch, dessen Namen ich auch nicht wirklich kennen muss, nutzt seinen Balkon ausschliesslich alleine und dies recht häufig, um seiner Sucht nachzukommen. Was mich etwas stutzig macht, ist die Tatsache, dass er immer stehend und mir direkt zum Fenster hineinblickend seine Wölklein in die Umwelt pustet. Seine Wohnungspartnerin weilt nie auf dem Balkon. Er ist stets alleine, pafft seine Zigarette und wandert anschliessend wieder zum Sofa um sich – dies ist anzunehmen aufgrund seiner Liegeposition – mit dem Fernseher zu vergnügen.
Irgendwie ist mir diese Szene die letzten Tage recht aufgefallen. Er blickt sehr gerne in meine Wohnung – das Wort Vorhang findet bei mir nicht überall seinen Platz. Entweder ich habe mich mehr geachtet, oder er weilt wirklich dauernd auf seinem Aussenbereich. Mag er Spion sein? Detektiv? Sozialhilfeempfänger?
Ich kann nur spekulieren. Jedenfalls frage ich mich immer wieder, wie man seine Freizeit so kreativ verbringen kann. Da muss sich die Langeweile schon in einem sehr fortgeschrittenen Stadium befinden.
Jaja, das kennen wir doch alle. Sei froh, dass es bei dir der Balkon ist. Unser Nachbar-ein Stockwerk über uns- hat freie Sicht in unser Badezimmer und weilt zufällig immer dann am Fenster wenn ich duschen gehen, oder einfach für kleine Mädchen muss. Von da her hast du noch Glück=)
Gelungenes Blog muss ich sagen, das erste seit langem bei dem ich grrreat voten kann und nicht crrrap.
Mich würde nur interessieren wie du auf die Idee gekommen bist ein Blog zu veröffentlichen und wie lange du schon schreibst!
MfG
Sophie
Danke für die Blumen. Mein Nachbar weilt gerade in den Ferien – in Portual wohl, da er während der WM Fahne zeigte.
Wie lange ich schon schreibe, kannst Du dem Archiv entnehmen – Mai 05 war mein erster Eintrag. Und dazugekommen bin ich recht spontan, als ich das von einem Kollegen gelesen habe. Ich sollte mehr Beiträge schreiben. Aber das braucht alles Zeit.
lg.
[...] Ein kurzer Blick aus dem Fenster, dem nächsten Wohnhaus entgegen, vermochte allerdings den Appetit kurzerhand etwas zu trüben. Stand da nicht der rauchende Nachbar wie Gott ihn schuf im Türrahmen und sperberte in meine Küche? Ein zweiter Blick bestätigte die grässliche Entdeckung, ein weiterer Augenblick später ging das Licht auch schon aus und der Spuk war gottseidank vorbei. [...]