Und schon wieder eine Leckerei! Bei mir zu Hause steht eine Pastamaschine rum, die ich anno dazumal mit meinen lang erparten Superpunkten erworben habe. Und damit die nicht so gelangweilt rumsteht, wird sie auch immer öfter benutzt, neuerdings sogar unter Einsatz des Ravioli-Aufsatzes. Oder so.
Jedenfalls passierte folgendes:
Den allgegenwärtigen Pastateig aus dem TipTopf (S.214) mischt man aus
- 300g Mehl
- 1/2 Kl Salz
- 3 frische Eier
- 1 EL Öl (vorzugsweise Olivenöl)
Alles gut durchkneten, bis der Teig glatt und geschmeidig wird. Kinderleicht also =) Den Teig kann man getrost zur Seite legen, unter eine heiss ausgewaschene Schüssel, bis die Füllung fertig ist.
Für die Füllung mussten diese Zutaten dran glauben:
- 1 Zwiebel, fein gehackt
- 10g Butter
- 400g Kürbis, gewürfelt
- 1dl Wasser
- 125g Mascarpone
- 125g geriebener Käse (nach Belieben)
- 1 TL Majoran gehackt
- abgeriebene Schale von 1/2 Orange
- Salz / Pfeffer
Ja, die Füllung hat es in sich. Eines sei im Voraus gesagt, sie darf nicht zu flüssig sein, sonst gibts eine wunderbare Sauerei.
Also, Zwiebel andämpfen mit der Butter, Kürbis dazugeben. Mit Wasser ablöschen und 10min zugedeckt weich garen. Den Kürbis dann mit der Flüssigkeit pürieren, Mascarpone, Käse, Majoran und Orangenschale drunter mischen und würzen.
Nun war bei unserem Versuch die Füllung aber so flüssig, dass es eher an eine Sauce erinnerte und entsprechend der Reiz gross nur Teigwaren mit Sauce zu machen. Vielleicht sollte man einen grösseren Teil der Flüssigkei vor dem Pürieren wegschütten, damit das nicht passiert.
Ok, wir habens trotzdem gewagt und den Teig durch die Pastamaschine gelassen, wunderbare Platten gemacht (das klappt fängs u huere guet), den noch nie gebrauchten Ravioli-Aufsatz montiert und den Teig eingefädelt. Erinnert irgendwie an eine Nähmaschine, aber ist wohl eher für Grobmotoriker mit Feingefühl für zerbrechliche Teige =) Ab hier ist alles recht einfach, oben kommt die Füllung zwischen die Platten und mit dem Drehen der Kurbel wird alles schön eingeschlossen.
Jaja, das klappt wirklich, ich war selber erstaunt wie gut das geht. Der Tip (ich kanns nicht genug wiederholen) für Leute die das wirklich mal ausprobieren wollen: a) Füllung muss recht fest sein und b) der Teig nicht schon angetrocknet.
Dann klappts auch mit dem Nachbar und sieht etwa so aus:

Ob sich die Arbeit lohnt ist fraglich – 3h Küche, eine riesen Sauerei und 26 Ravioli Ertrag… Hm… Aufgeben ist allerdings nicht drin. Wie sagt man so schön, Übung macht den Meister und Kochen Spass.
Stand im TipTopf beim Pastateig wirklich 1/2 Kl Salz? Das es nur ein halber sein sollte, habe ich völlig überlesen….aber wenn man beim Raviolikochen kein Salz mehr ins Wasser tut, dann merkt man auch nicht mehr, dass zuviel Salz im Teig war!
Und zum Aufgeben war das Resultat viel zu fein! Freu mich schon auf die nächsten selbstgemachten Ravioli!
Ich könnt ihr den Termin eures nächsten Kochexperimentes durchgeben, damit ich much selber einladen kann
Da wäre ich auch dabei.
)
Und ich würde auch kräftig applaudieren und loben. Versprochen!
Das ist eine Überlegung wert, euch einzuladen =) Aber vorher wird noch geübt!
Und hast Du nun fertig geübt?
hehe
Klar, gedanklich =) Hab mir heute AUSNAHMSWEISE keine Ravioli selbst gemacht, sondern mich mit Gemüse und Hörnli begnügt.
Hat die oben eingesetzte Nudelmaschine einen speziellen Aufsatz für die korrekte Platzierung der Füllung?
Ich frage, weil meinen Atlas nur Nudeln machen kann, so weit ich mich erinnere.
Aber vielleicht gibt es ein Foto, der eingesetzten Maschine, das man ins Netz stellen kann.
Danke im voraus. Mary
@Mary es gibt in der Tat einen speziellen Aufsatz für die Ravioli. Das sieht SO aus.
wow…. werde ich gleich kaufen, bin noch in Milano… Danke für die rasche Antwort.
M