Juli 28, 2010 1

Selbstzweifel

By Strohsilo in Nachdenkliches

Alles scheint falsch zu laufen, total aus dem Ruder. Man zweifelt und fragt sich selber tausend mal woran es wirklich liegen könnte. Es schmerzt, bedrückt, lässt nicht mehr los. Die Gefühle wallen, hoch und runter. Immer wieder. Manchmal so stark, dass sich die Tränen einen Weg in die Freiheit suchen. Sich verkriechen hilft nicht, auch wenn die Decke gross genug wäre um sich darin einzuwickeln. Der Schmerz durchdringt alles.

Und es tut richtig weh. Trotzdem kam es nicht überraschend. Es tut trotzdem weh.

Vielleicht war es einfach etwas zu viel. Vielleicht hilft die Distanz zurück zu sich zu finden. Herauszufinden wie es funktionieren könnte und wie man möchte, dass es läuft. Oder eben nicht. Die zwei Beteiligten sind nicht schuldenfrei. Ganz und gar nicht. Aber ich glaube sie würden zurückfinden, wenn sie es wirklich wollten. Die Frage ist nur, was passiert wenn die Distanz mal da ist. Die Distanz zu all den Geschehnissen, zum Misstrauen, zur Nähe, zur Wärme, zum Lächeln der anderen Person. Zu der Person die bisher so viel bedeutete. Und noch immer tut.

Es stimmt mich nachdenklich so etwas zu schreiben. Und doch weiss ich genau, dass es der richtige Weg ist, dass nur so eine Chance besteht etwas aus dem angebrochenen – aber nicht zerbrochenen – zu machen. Sich erklären können, sagen was man will. Das kann nicht jeder einfach so.

Ich musste das auch lernen, trotzdem stehe ich da noch heute manchmal an. Nicht, weil mir darüber sprechen schwer fällt, sondern weil ich zu viel will, zu weit denke und auch mal zu viel in Frage stelle.

Ab wann kann man noch so genau erklären und wird doch nicht verstanden? Man hat nie ausgelernt. Und man möchte nicht mehr so einfach loslassen weil so viel drin steckt. Und doch, wäre es der einfachste Weg. Aber ist es der Richtige?

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One Response to “Selbstzweifel”

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