Februar 5, 2007 2

Söhne in Zürich

By Strohsilo in Musik

Für einmal war Weihnachten erst im Februar, nämlich letzten Freitag. Und Geschenke können auch wunderbar tönen, wie ich wieder mal erfahren habe, als vierzehn, resp. dreizehn Bandmitglieder der Söhne Mannheims die Maag rockten.

Gerne weile ich an Konzerten, die nicht übergross sind, sondern eher klein und fein. Die Athmosphäre ist ganz eine andere, auch wenn ich schon in 100’000 singenden Leuten Grönemeyer gesehen habe. Kalter Rücken, offener Mund – andere Galaxy. Nicht von dieser Welt…

Noch gut erinnere ich mich an ein Club-Konzert, das Naidoo gab, die Bühne einen halben Meter höher als die Zuschauer, keine Absperrung und vielleicht 800 Leute im Ruby – welches sich heute Club-Q nennt. Familiär, klein, viel Emotionen auf der Bühne und tobende Leute. Und tags darauf gleich nochmal, weils so schön war…

Die Zeiten ändern sich, vor uns werden dauernd Handies und Kompaktknipsen in die Höhe gehalten, ein kleines Meer von Bildschirmchen, auf denen einige angespannt das Konzert verfolgen. Ganze Lieder werden per Mobile zur Freundin übertragen, wohl in bestechend überschlagender Qualität. Das Live-Bild fasziniert mehr, die Lieder berühren durch die gelben Verhüterli das Herz und fahren durch den ganzen Körper.

Metaphysics

Es war ein Genuss, eine Wohltat. Die Söhne brachten viele neue Lieder mit, zwei Zugaben und konnten dazwischen hinter der Bühne beobachtet werden. Allerdings fällt auf, dass Herr und Frau Schweizer sich nicht richtig aus sich herauskamen. Schade eigentlich. Die Halle war ja weder bestuhlt noch für ein Fachpublikum reserviert, welches sich artig der Bühnenpräsentation hingab. Etwas mehr Emotionen und schwingende Beine hätte ich schon erwartet.

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2 Responses to “Söhne in Zürich”

  1. Sheepdad sagt:

    Ja, das nervt wirklich unglaublich. Diese Handygeknipserei und vorallem, was ich noch viel schlimmer finde, ist diese TonAufnahmen auf dem Handy. Ich könnte manchmal einfach die entsprechenden Leute kurz anrempeln und beim berühren per exgüsi das Handy auf den Boden knallen!!
    In meinen Augen ist das sehr schade und macht die ganze Stimmung kaputt. – weil nämlich die betreffende Person sich ja auf die Aufnahme konzentrieren muss und sich nicht emotional bewegen kann…
    Schade…

  2. Strohsilo sagt:

    Glaub mir, das ist eine Jugendkrankheit. Aber ich werd niemanden anrempeln deswegen. Ausserdem hat die Stimmung nicht viel mit den Handies zu tun, sondern eher mit den Schweizern, die nicht so recht aus sich herauskommen wollen…

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