Seit Tagen lief die Suche nach dem blauen Elephanten Strohsilo auf Hochturen, schliesslich verschwand er ohne Abschiedsbrief oder Voranmeldung. Was war geschehen? Wurde er gekidnappt? Sprang er aus dem Fenster? Suchte er die Freiheit? Hatte er genug von seinen Wärtern?
Allen Ängsten zum Trotz fand man den kleinen Stoffgefährten heute Abend wieder – in meiner Hausbar. Zwischen Whiskey, Malibu und dem Barshaker lag er – schlafend – und mit einer unbeschreiblichen Amaretto-Fahne. Die nachfolgenden Szenen möchte ich euch vorenthalten. Schliesslich ist es genug schlimm, dass so ein kleiner Elephant eine halbe Flasche Ballentines in sich laufen lassen kann. Oder anders gesagt es grenzt an ein Wunder, dass er dies überlebt hat. Jedenfalls torkelt er momentan durch die Gänge meiner Wohnung, hinterlässt alle paar Meter wieder ein unschönes, heraufgewürgtes und flüssiges Häuffchen welches ich natürlich wieder wegräumen kann…
Bleibt zu hoffen, dass er sich ganz erholt von diesem nächtelangem Saufgelage. Auf jeden Fall wird die Bar in Zukunft für ihn gesperrt sein, damit er seinen Rüssel nicht mehr in jede Flasche stecken kann!