Januar 7, 2009 0

Tage wie dieser

By Strohsilo in Nachdenkliches

Genau solche Tage wie den heutigen könnte man eigentlich verbannen. Irgendwie haben mich die öffentlichen Transportmittel mal wieder richtig verarscht.

Konkret die SBB, mir ihrem schönen neuen Zugfahrplan seit Dezember. Erst fährt mir am frühen Morgen der Zug vor der Nase davon, was ich ganz und gar nicht haben kann. Dem nicht genug ist es auch noch saukalt und ich bin noch gar nicht richtig wach um mich mit der Situation auch nur ein kleines bisschen anzufreunden. Und dann, was passiert? Eine halbst Stunde später folgt tatsächlich der nächste Zug, aber dieser bummelt so herum, dass der Anschluss auf dem Nebengleis ein paar Sekunden nach Anhalten von dannen zieht.

Es war zu diesem Zeitpunkt immernoch saukalt. Ich hab nur aus dem Zug zugeschaut, wie ein weiterer SBB Kunde verzweifelt versuchte den “simsalabimöffnedich-Knopf” zu drücken. Vergebens. Der Zug rauscht davon. Ich habe mich eines gefragt in diesem Moment, wie zum Teufel nochmal, will die SBB ihre Kunden befördern, wenn sie ihre Anschlüsse nicht abwarten kann?

Wünscht man sich in solchen Momenten nicht ein anderes Fortbewegungsmittel, welches auch auf die zahlenden Kunden wartet? Würde man es nicht nett finden, dass wenigstens das Wartehäuschen geheizt ist? Dies scheint alles der Vergangenheit anzugehörten, denn seit dem Fahrplanwechsel ist mir das schon mehrmals passiert. Und ich scheine nicht der Einzige zu sein. Ein Mann frage im endlich eintreffenden Zug den Kontrollöör warum das denn so sei, er habe diesen Zug nun schon mehrmals verpasst…

Sie können auf ihren Pünklichkeitsstatistiken von mir aus ihre Schuhe abstellen, aber Dienstleistung am Kunden ist doch auch, dass die regionalen Züge richtig bedient werden. Und darunter verstehe ich auch, dass die Anschlüsse gewährleistet werden.

Wie es sein musste, nachdem ich eine gute Stunde zu spät im Geschäft eintraf, fuhr abends der Anschlusszug in anderer Richtung auch ohne mich davon. So hatte ich erneut die ein-zweimalige Gelegenheit, ein kaltes, verrauchtes Wartehäuschen mit gefrorenen Scheiben von innen zu geniessen. Wohlverstanden brausten nicht übertrieben alle 3-4 Minuten ein Schnellzug vorbei. Willkommen im Land der Regionalzügen, öh sorry S-Bahnen wie das neuerdings heisst.

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