November 7, 2006 4

Telefon-Firewall

By Strohsilo in Aus dem Leben

Seit längerer Zeit schöpfe ich Verdacht, mein Telefonanschluss werde abgehört. Immer wieder diese eindeutigen Geräusche, welche man aus Filmen kennt und die Sprechenden veranlassen das Gespräch vorzeitig zu beenden.

Gestern erhärtete sich der Verdacht und als das Wort “Chäferli” über den Äther geschickt wurde, hörte ich nur noch ein Klicken. Die Leitung war sofort tot. Was tut man in solche einer Situation – die Verbindung wiederherstellen, die Schuld der CC in die Schuhe schieben und erneut testen. Vorsichtig ging man das Problem erneut an, kürzte auf “Ch***li”, die Verbindung schien zu halten. Nach wenigen Minuten jedoch klickte es wieder in der Leitung und erneut war die Gegenstelle nicht mehr zu hören.

Was war geschehen? Ein Spion in der Leitung? Hört die Swisscom heimlich bei der CC mit? Nach reichlichem Überlegen schien der Fall endlich klar: Es muss eine Telefon-Firewall sein, Modell “Selbstlernend v2.3″. Wird ein Wort von der Blacklist im Gespräch erkannt, kappt sie die Verbindung – kurz und schmerzlos. Kann anhand der Wörter ein Zusammenhang mit einem verbotetenen Wort erkannt werden, merkt sich diese die Wortkombination und kappt erneut die Leitung. Intelligente Algorythmen hat man dem neuen Modell mitgegeben.

Ob wir in Zukunft alle Angst haben müssen, dass hinter jeder Leitung eine Firewall sitzt, um “uns und unsere Kinder vor schädlichen Wörtern zu schützen”, bleibt ungeklärt. Die Telefonbetreiberfirmen verschweigen bisher auch eine Existenz dieser Gerätschaften.

Falls jemand weiterführende Informationen hat, wäre ich froh um einen Kommentar.

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4 Responses to “Telefon-Firewall”

  1. hampa sagt:

    Hallo
    Ich arbeite bei einem Telekom-Anbieter. Bis heute habe ich nichts von solchen Telefon-Firewalls gehört. Ich kann dich also beruhigen. Auch wenn eine “Wort-Black-List” existieren würde, kann ich mir nicht vorstellen, dass solch harmlose Worte Worte wie Chäfe…………………………………… .

  2. LOGI sagt:

    Google mal nach dem Wort Echelon und du bekommst Albträume.
    Ob das din allerdings Schweizerdeutsch kann, sei mal dahingestellt.
    Das ganze hört sich bei dir sowieso nach analog an. Kuck dir also mal den Verteilerkasten in deinem Haus an. Ab Swisscom läuft alles digital und da gibt es kein knachekn mehr beim abhören.

  3. Strohsilo sagt:

    @hampa: Glaube Dein Arbeitgeber informiert Dich nicht richtig über die Machenschaf… klick …

  4. bluetime sagt:

    na sowas….nix mehr dirty talk am telefon? :-)

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