Dezember 18, 2006 4

Tiramisu (Schleckmaul-Edition)

By Strohsilo in Kochstudio

Passend zu den Fajitas mit in Tequila eingelegtem Fleisch, wollte ich den Abend noch mit einem feinen Dessert versüssen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Als Gegenleistung kocht der Kollege Essig dann beim nächsten Mal selber und ich lasse mich mal bekochen =)

Da Fajitas jeder noch so einfach selber machen kann, möchte ich hier die Schleckmaul-Edition von meinem selbstgemachten Tiramisu veröffentlichen. Für eine mittlere Schüssel (etwa vier Personen) benötigt man:

  • 500ml starken, kalten und schwarzen Kaffee
  • 2El Weinbrand
  • 2 Eier, getrennt (das Weisse vom Gelben dänk)
  • 2El Zucker
  • 200g Mascarpone
  • 200ml geschlagenen Rahm
  • etwa 16 Löffelbiskuits
  • Schokoladenpulver

So, dann wollen wir mal zuerst die Eier trennen. Das sieht dann etwa so aus:

Tiramisu1

Wichtig ist, und zwar mega furchtbar wichtig, dass man ganz frische Eier dafür nimmt. Schliesslich sind Salmonellen nicht so heitere Weggefährten wie immer vermutet. Zu den Salmonellen, ääh zwei Eigelb fügt man den Zucker, mixt etwa drei Minuten und bringt dann den Mascarpone ins Spiel.

Tiramisu2

Dass sich in einer Packung Mascarpone genau 250g befinden, statt nur 200g, ist nicht weiter schlimm. Also entweder essen (ist ja gar nicht mastig) oder einfach mitmischen, frei nach dem Motto “darfs auch ein Bisschen mehr sein”.

Der Mixer hilft nun ungemein beim Vermengen der Masse, danach sollte eigentlich bei den künstlerisch begabten unter euch so etwas herauskommen:

Tiramisu3

Mit der linken Hand hat man in der Zwischenzeit den Kaffee gekocht, Weinbrand dazugeschüttet und das Eiweiss geschlagen. Wer schon mal versucht hat, mit dem Schwingbesen Eiweiss zu schlagen bis es schaumig-fest wird, kann ein Liedchen davon singen, dass es nicht funktionieren wird. Auch wenn es irgendwann mal Schaum gibt, steif wird das Eiweiss nie und nimmer. Hier war ich also auf auswärtige Hilfe angewiesen, da mein Stabmixer auch keine Chance hatte.

Tiramisu5

Erst den geschlagenen Rahm, dann das Eiweiss mit einem Metalllöffel unter die Mascarponemasse ziehen, um möglichst wenig vom Volumen zu verlieren (hier hilft lauter drehen an der Stereoanlage nichts). Habe versucht diesen Prozess etwas eindrücklicher festzuhalten, wie auf dem nächsten Bild zu sehen ist.

Tiramisu4

So, nun gehts ans zusammenbauen in der Form. Die Löffelbiskuits werden kurz (etwa 1.2 Sekunden) in den kalten Kaffee getaucht, in der Form aneinander gereiht und mit der ersten Mascarponeschicht überdeckt.

Tiramisu6

Selbes Spiel mit der zweiten Schicht, wie hier zu sehen. Und mit dem Rest der Mischung überdecken. Und sollte doch noch etwas übrig sein, ist das ein Genuss für den Gaumen.

Tiramisu7

Eigentlich steht im Rezept schwarz auf weiss, dass man Kakaopulver drüber streuen sollte. Aber Schokoladenpulver ist nicht nur besser, sondern auch weiter verbreitet, besonders in Küchen, in denen nicht jeden Tag gebacken wird.

Eins noch: Es war einfach lecker =)

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4 Responses to “Tiramisu (Schleckmaul-Edition)”

  1. rogerrabbit sagt:

    Mein Lieblingsdessert und ich habe es noch NIE selber gemacht.

  2. Henrietta sagt:

    Selber essen macht auch feiss.

  3. Strohsilo sagt:

    @rögerchen: dann weisst Du was Du zu tun hast.

    @Henrietta: Man kann auch im Mass geniessen. Kann.

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