Da steh ich und frag mich ein Wenig, was ich da überhaupt mache. Warum ich da bin, was ich hier verloren habe und wo das noch hinführen soll. Doch eigentlich ist das nur die Spitze des Eisbergs, nicht mal das. Vielleicht nur der Gipfel. Und weils mir so geht, wies mir geht, unternehme ich nichts. Dafür schlafe ich kaum, wälze mich in Gedanken, spinne Möglichkeiten von denen ich nicht mal weiss, ob sie auch nur ein kleines Bisschen Realität werden könnten. Es denkt weiter, immer weiter. Um die selben Dinge, die in mir herumgeistern. Die, die mich nicht das tun lassen, was ich eigentlich möchte. Es ist gefährlich, zu gefährlich. Ich riskiere viel damit. Mache mir selbst keinen Gefallen damit. Doch ich will nicht drängen. Will nicht unter Druck setzten, will dass sich die Situation so enschärft wie es eigentlich sein sollte. Nur der Gipfel des Eisbergs. Zu viel was herumgeistert und kein zu Hause hat. Zu viel, was ungeklärt herumschwirrt. Klären, sehr gern. Aber manches braucht einfach etwas mehr Zeit und manches kann ich nicht selber ändern. Ich kann nur da sein, es laufen lassen wie es kommt, sagen was ich denke. Aber ich kann es nicht ändern. Wenn ich da sein will, darf ich nicht am Boden sitzen, ich muss stehen, bereit sein dafür und etwas verändern. Wenn ich warte, passiert voraussichtlich nichts. Irgendwie bremse ich mich selber aus. Lasse Dinge an mir vorbeiziehen, auch wenn es Zeit wäre, diese anzupacken. Und ich frage mich warum ich das mache. Ob ich einfach Angst habe.